IPERKA
Was ist IPERKA?
IPERKA ist eine Abkürzung. Sie steht für: Informieren, Planen, Entscheiden , Realisierien, Kontrollieren und Auswerten. IPERKA ist ein Konzept um ein Projekt realisieren zu können, indem man es in verschiedene Phasen unterteilt und nach der entsprechenden Phase handelt.

Informieren: In dieser Phase werden Informationen gesammelt. Zu diesen Informationen, welche gesammelt werden sollen, gehören Informationen zum Projekt, ev. dem Kunden und eine solide grundrecherche um ein Fundament des Projekts bauen zu können.
Planen: In dieser Phase wird die Planung vorgenommen. Um diese Phase umsetzen zu können, ist Phase eins, also die Informations-Phase unabdingbar, denn sie bildet das Fundament um eine Planung zu ermöglichen. D.h. es wird geschaut, wer alles am Projekt beteiligt sein sollte, welche Ressourcen benötigt werden, wer die verantwortlichen Personen sind, welches Budget zur Verfügung steht, etc. Prinzipiell werden in dieser Phase Vorschläge erarbeitet.
Entscheiden: In dieser Phase werden die Pläne aus der Planungs-Phase evaluiert und entschieden, welche Pläne in betracht gezogen werden. Letztlich wird auch entschieden, welcher Plan tatsächlich umgesetzt wird.
Realisieren: In dieser Phase wird der Plan, welcher in der Entscheidungs-Phase ausgewählt wurde, realisiert. Hier werden verschiedene Parteien involviert. Es werden Arbeitspakete erstellt und das Projekt kann ausgeführt werden. Wichtig ist allerding zu sehen, dass sich in dieser Phase auch herausstellt ob das Projekt realisierbar ist oder nicht. Wenn nicht, wird das Projekt abgebrochen.
Kontrollieren: Angenommen das Projekt hat die Realisierungs-Phase überstanden, dann wird es in der Kontroll-Phase kontrolliert. Hier wird überpfrüft, ob es alle Kritierien der Planung entspricht und alle erforderlichen Funktionen aufweist.
Auswerten: Nach der Kontroll-Phase folgt die Auswertungs-Phase. In dieser Phase wird das Projekt evaluiert und reflektiert. Es wird in Erfahrung gebracht ob das Projekt erfolgreich war oder nicht, wo Defizite zu finden sind und was gut gelaufen ist. Die Auswertung kommt einer Reflexion sehr nahe.
Praxistransfer
IPERKA kann überall angewendet werden: Sei es das Lösen von Hausaufgaben oder eine Projektplanung. IPERKA hilft bei der Strukturierung von Arbeitsprozessen. Um einen klaren Praxistransfer herstellen zu können, werde ich in diesem Beispiel die Erarbeitung eines Schulprojektes erörtern. Das Schulprojekt ist das erstellen einer Webseite mit Hilfe von HTML und CSS.
Als kurze Anmerkung gilt zu sagen, dass das hier beschriebene Projekt nicht der tatsächlichen Definition eines Projektes entspricht. Es handelt sich eher um einen Auftrag als um ein Projekt, aber der Einfachheit halber wird der Auftrag in diesem Abschnitt als Projekt bezeichnet.
Um ein Schulprojekt strukturiert durchzuführen und gute Ergebnisse zu erzielen, ist eine Recherche unabdingbar. Wenn der Inhalt und die Hintergrundinfosnicht klar sind, kann das Projekt nicht gut realisiert werden. In diesem speziellen Beispiel müssen Kenntnisse in HTML und CSS vorhanden sein, damit die Webseite erstellt werden kann. Oder, falls die Kenntnisse noch nicht vorhanden sind, müssen diese erworben werden. Auch müssen Informationen zu den Anforderungen an das Projekt vorhanden sein.
Sind die soliden Grundinformationen gesammelt worden, kann die Planung in Angriff genommen werden. In diesem Schritt werden Fragen gefragt: Wer ist an dem Projekt beteiligt, wie soll die Webseite Aussehen, was für Quellen werden konsultiert, wie können die Anforderungen erfüllt werden, wer ist die Zielgruppe meiner Webseite, wie soll das Layout aussehen, etc.
Es steht sollte nun eine Fülle an Antworten zur Verfügung stehen, daher müssen nun Entscheidungen getroffen werden: Welche der Planungsentwürfe soll umgesetzt werden? Diese Entscheidung wird nun getroffen.
Ist die Entscheidung getroffen worden, kommt die Realisierung. Der Entwurf wird nun in die Tat umgesetzt. In diesem Fall bedeutet das, dass die Webseite geschrieben wird.
Hat die Realisierung stattgefunden, folgt die Kontrolle: Sind alle Bugs gefixt, entspricht das Produkt den vorgebenenen Anforderungen und ist es bereit in die Produktion zu gehen. In diesem Fall bedeutet das, dass geprüft wird, ob die Webseite veröffentlicht werden kann.
Ist das Produkt auf dem Markt, oder in diesem Fall veröffentlicht, folgt die letzte Phase: die Auswertung. In diesem Schritt wird evaluiert was gut und was suboptimal gelaufen ist. Ausserdem wird eine Reflexion vorgenommen. Des Weiteren können in diesem Schritt, je nach Komplexität des Projektes, weitere Analysen wie Marktanalysen evaluiert werden.
Reflexion
Ich habe festgestellt, dass ich IPERKA bereits, ohne zu wissen, was es ist, oft selbst angewendet habe. Eine Struktur hilft bei der Umsetzung sehr. Wenn es um die Evaluierung von IPERKA selbst geht, so denke ich, dass es helfen kann unorganisierten Menschen eine klar Vorgehensweise zu liefern. Allerdings kann es einen Nachteil geben: Die Kreativität der Leute wird nur in Phase eins und zwei, also der Informations- und Planungsphase, gewünscht. Anders als im Scrum ist der Ablauf statisch und lässt nach der Entscheidungsphase keinerlei kreativen Input mehr zu. Nach der Entscheidungsphase wird nur noch Ausgeführt.